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Der Arzt und Naturforscher Theodor
Schwann (1810-1882) entdeckte wichtige
physiologische Zusammenhänge und gilt neben
Schleiden als Begründer der Zellenlehre.
Als einer der ersten Physiologen führte er die
Messung von Lebensvorgängen ein, z.B. 1836
bei Untersuchungen zur Muskelkontraktion.
1837 veröffentlichte Schwann eine Forschungsarbeit
über den Verdauungsprozess,
in der er das Pepsin und seine katalytische
Wirkung im Magen beschrieb. Schwann postulierte
eine Beziehung zwischen Weingärung
und Hefe und stellte fest, dass Fäulnis
unabhängig von Sauerstoff erfolgen kann,
was er mit Keimen niederer Organismen, die
die Fäulnis auslösten, in Verbindung brachte.
Sein bedeutendstes Werk, die "Mikroskopischen
Untersuchungen über die Uebereinstimmung
in der Struktur und im Wachsthum
der Thiere und Pflanzen", erschien 1839. Darin
erklärt Schwann die Zelle zum Elementarbestandteil
der Pflanzen und Tiere, womit er
eine entscheidende Gemeinsamkeit aller Organismen
erkannte. Weiterhin entdeckte er
die nach ihm benannte Schwannsche Scheide der peripheren Nerven.
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