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Der Physiologe Sigmund Exner (1846-1926) machte mit dieser Arbeit von 1894
den Versuch, die psychischen Erscheinungen durch eine
naturwissenschaftliche Betrachtungsweise zu erklären machen, indem er die
Lokalisation von Verhaltensfunktionen im Hirn vornahm und die Organisation
der assoziativen Verbindungen im Hirngewebe untersuchte.
Er kam zu dem Ergebnis, daß Denken und Bewußtsein Funktionen der
Verknüpfungsarchitektur des Hirnes sind. Als besonders fortschrittlich
muß angesehen werden, daß er in diesem Werk das Grundkonzept
lokaler Lernregeln in parallelverarbeitenden Nervennetzen formulierte
und das erste Neuronale Netz darstellte - eine bemerkenswerte Leistung zu
einer Zeit, in der die Neurowissenschaft noch eine sehr junge Disziplin war
und die Arbeitsweise des Gehirns im wesentlichen noch unbekannt.
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