Lautenschläger u.a.:  DeskTop · Chemie © 2001 Verlag Harri Deutsch 

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17.4

Brom und Bromverbindungen

 

Symbol: Br [bromos (grch.) Gestank];

Wertigkeiten: -1; +5, +3, +1.

Vorkommen: Brom begleitet Chlor in dessen Vorkommen; im Meerwasser ist das Verhältnis Br- : Cl- = 1 : 300.

Entdeckung: 1826 im Meerwasser durch ANTOINE JÉRÔME BALARD (Frankreich). 

Herstellung:

Physikalische Eigenschaften (siehe auch Tabelle 17-1): Brom ist eine intensiv schwarzrote Flüssigkeit, die unter Bildung brauner, stechend riechender, schwerer Dämpfe rasch verdunstet; in Chloroform, Kohlenstoffdisulfid und Benzen leicht, in Wasser nur wenig löslich ("Bromwasser"). 

Chemische Eigenschaften: Brom wirkt stark ätzend auf Haut und Atmungsorgane, zerstört auch Holz, Kork, Gummi rasch; verbindet sich mit vielen Elementen zu Bromiden, verdrängt Iod aus Iodiden und wird seinerseits durch Chlor und Fluor aus Bromiden verdrängt. Mit Kohlenwasserstoffen bilden sich durch Substitution oder Addition Bromderivate.

Verwendung: zur Herstellung von Bromiden sowie organischen Bromverbindungen, z.B. dem roten Farbstoff Eosin, bromhaltigen Pharmazeutika und auch Bromethan, C2H5Br, und 1,2-Dibromethan, C2H4Br2, die verbleitem Benzin zugesetzt wurden, um das Blei in flüchtiges Blei(II)-bromid, PbBr2, überzuführen.

Bromverbindungen

 

   


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