Lautenschläger u.a.:  DeskTop · Chemie © 2001 Verlag Harri Deutsch 

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16.4   Selen und Selenverbindungen

 

Symbol: Se [selene (grch.) Mond; benannt nach der Vergesellschaftung mit Tellur; tellus (lat.) Erde];

Wertigkeiten: +6, +4, -2.

Entdeckung: 1817 durch JÖNS JACOB BERZELIUS  (Schweden). 

Vorkommen: selten; begleitet in geringen Mengen (zusammen mit Tellur) den Schwefel in Sulfiden; eigene Erze sind nur sporadisch vorhanden.

Physiologie: für höhere Organismen lebensnotwendig; der Mensch enthält 12 bis 15 mg Selen. Selenverbindungen sind sehr giftig; bei akuter Vergiftung riecht die Atemluft intensiv nach Knoblauch.

Herstellung: aus Röstgasen sulfidischer Erze; aus dem Anodenschlamm der Kupferraffination. Der Schlamm wird alkalisch ausgelaugt; Schwefeldioxid fällt das Selen wieder aus; Reinigung durch Destillation.

Wichtigste Modifikationen (siehe auch Tabelle 16-1):

Beide Formen ergeben eine rotbraune bis schwarze Schmelze und einen dunkelgelben Dampf; sie verbrennen beim Erhitzen an der Luft mit blauer Flamme und rettichartigem Geruch zu einem weißen Rauch von Selendioxid, SeO2. Rotes Selen entsteht aus grauem durch Auflösen in heißer, konzentrierter Schwefelsäure und Eingießen der grünen Lösung in viel Wasser.

Verwendung: für Fotozellen (z.B. fotoelektrische Belichtungsmesser) und Gleichrichter.

Selenverbindungen

 

   


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