| Lautenschläger u.a.: DeskTop · Chemie | © 2001 Verlag Harri Deutsch |
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14.4 | Germanium und Germaniumverbindungen | |
Symbol: Ge [von Germania = Deutschland];
Wertigkeit: +4, (+2).
Entdeckung: von DMITRI IWANOWITSCH MENDELEJEW 1871 als "Ekasilicium" vorausgesagt; von CLEMENS WINKLER 1885 in Freiberg/Sa. im Silbererz Argyrodit, Ag8GeS6, entdeckt.
Vorkommen: weit verbreitet, jedoch in sehr geringer Konzentration; fast immer als Begleiter anderer Minerale (Zinkblende, Kupferschiefer), auch in Steinkohlenflugasche.
Elementares Germanium (siehe auch Tabelle 14-1): sprödes, silberglänzendes Metall; elektrischer Halbleiter; an der Luft sehr beständig; wird von Salpetersäure, heißer konzentrierter Schwefelsäure und alkalischer Wasserstoffperoxidlösung angegriffen. Verwendung in der Halbleitertechnik; das hierfür verwendete Germanium muß extrem rein sein (Reinheitsstufe 9 = 99,999 999 9%ig).
Germaniumverbindungen:
Germanium(IV)-oxid,
GeO2; weißes, sandiges Pulver;
F 1115 °C.
Germanium(IV)-chlorid,
GeCl4: farblose, bei 83 °C siedende Flüssigkeit.
Germaniumhydride heißen
Germane.
Germanium(II)-verbindungen sind unbeständig.
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