Lautenschläger u.a.:  DeskTop · Chemie © 2001 Verlag Harri Deutsch 

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Indium

Indium, In [von Indigo; benannt nach indigoblauer Spektrallinie]: entdeckt 1863 von FERDINAND REICH  und THEODOR HIERONYMUS RICHTER in der Freiberger Zinkblende. Sehr selten; Herstellung aus Zink- und Bleierzen. Silberweiß, stark glänzend, sehr weich (mit dem Messer schneidbar), niedrig schmelzend. Verwendung zur Herstellung von halbleitenden III-V-Verbindungen und zum Dotieren von Halbleitern, eingeschmolzene galvanische Indiumüberzüge auf Blei für Gleitlager, z.B. in Flugzeugmotoren. Siehe auch Tabelle 13-1.

Indiumverbindungen: meist farblos.

Indium(III)-chlorid, InCl3,
sublimiert beim Erhitzen und kristallisiert aus wäßrig-salzsaurer Lösung als InCl3 · 4 H2O.

Indium(III)-hydroxid, In(OH)3,
weiß, amphoter, wird von Alkalihydroxiden aus Indiumsalzlösungen gefällt;
von überschüssigem Alkalihydroxid wird es zu Indaten , z.B. Na3[In(OH)6], gelöst.

Indium(III)-oxid, In2O3,
hellgelb; entsteht durch Erhitzen von Indium(III)-hydroxid, In(OH)3.

Indium(III)-sulfid, In2S3,
fällt im Gegensatz zu Ga2S3 aus schwach sauren Indium(III)-salzlösungen durch H2S als gelber Niederschlag aus, der beim Glühen bleibend rot wird. Siehe auch Indiumphosphid und Indiumantimonid.

 

   


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