12.6
| Radium und Radiumverbindungen
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Radium [radius (lat.) Strahl], Symbol Ra, wurde 1898 von MARIE
und PIERRE CURIE
in der Joachimsthaler
Pechblende
entdeckt. Es bildet sich über mehrere Zwischenprodukte durch radioaktiven
Zerfall von Uran 238 und ist deshalb in geringen Mengen (1 : 3 ·
10-7) in
Uranerzen enthalten. Es zerfällt unter
-Strahlung
zunächst in Radon und schließlich in Blei, 206Pb.
Radiumverbindungen leuchten ständig und sind etwas wärmer
als ihre Umgebung. Radium (siehe auch Tabelle 12-1)
ähnelt chemisch sehr dem Barium; das gleiche gilt
auch für die Verbindungen. Die
frühere Verwendung in der Medizin ist seit Einführung
künstlicher Radionuklide stark zurückgegangen.