| Lautenschläger u.a.: DeskTop · Chemie | © 2001 Verlag Harri Deutsch |
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12.5 | Strontium, Barium und ihre Verbindungen | |
Symbole: Sr [von Strontian: schottischer Ort]; Ba [barys (grch.) schwer];
Wertigkeit: +2.
Minerale:
Strontianit SrCO3 Witherit BaCO3 Cölestin SrSO4 Baryt (Schwerspat) BaSO4
Nachweis:
Flammenfärbungen (Sr zinnoberrot, Ba
hellgrün);
Fällungsreaktionen: Sulfate und Schwefelsäure
fällen auch in Gegenwart von Salzsäure weiße, sehr feinpulvrige
Niederschläge von SrSO4 bzw. BaSO4 aus.
Physiologie: Strontiumverbindungen sind mäßig giftig, lösliche Bariumverbindungen dagegen sehr (Erbrechen, Darmkoliken, Arterienkrämpfe, Lähmungen; bereits 500 bis 800 mg können tödlich wirken).
Strontium- und Bariummetall (siehe auch Tabelle 12-1): Erstherstellung 1808 durch HUMPHRY DAVY (England). Darstellung durch Erhitzen der Oxide mit Calcium oder Aluminium im Vakuum oder durch Verdampfen des Quecksilbers aus den Amalgamen, die bei der Elektrolyse von Strontium- und Bariumsalzlösungen mit Quecksilberkatoden entstehen. Die Metalle ähneln dem Calcium, sind aber reaktionsfähiger. Barium dient als Gettermetall in der Vakuumtechnik, d.h. es bindet die zurückgebliebenen Spuren von Luft zu Oxid und Nitrid, wodurch das notwendige Hochvakuum erreicht wird.
Radiostrontium: Das durch Kernwaffenexplosion
entstehende radioaktive Isotop
90Sr
(Halbwertszeit 27 Jahre,
-Strahler) ist
dadurch besonders gefährlich,
daß es wie Calcium von den Organismen aufgenommen, in Knochen und anderen
Organen gespeichert wird, auch in die Milch übergeht und dort seine
schädliche Strahlung aussendet.
Strontiumverbindungen
Bariumverbindungen
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