Lautenschläger u.a.:  DeskTop · Chemie © 2001 Verlag Harri Deutsch 

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12.3     Magnesium und Magnesiumverbindungen

12.3.1

Allgemeines

 

Symbol: Mg [von Magnesia, Stadt in Kleinasien];

Wertigkeit: +2.

Vorkommen: achthäufigstes Element der Erdkruste, auch im Erdinnern reichlich vorhanden ("Sima"-Schicht*) chemisch gebunden in Mineralen, Meerwasser und Organismen. Im Wasser wirken Mg2+-Ionen als Härtebildner. 1 l Meerwasser enthält 1,27 g Mg2+. Auch das Chlorophyll der grünen Pflanzen ist eine Magnesiumverbindung.

Magnesiumminerale

Magnesiumverbindungen

Nachweis: keine Flammenfärbung! Nach Abtrennung der Schwermetalle, des Aluminiums und der Erdalkalimetalle entsteht durch Zugabe von

NH3 + NH4Cl + Na2HPO4
eine weiße, kristalline Fällung von Magnesiumammoniumphosphat Mg(NH4)PO4 · 6 H2O. Organische Reagenzien: Titangelb ( feuerroter Niederschlag in alkalischer Lösung), 8-Hydroxy-chinolin ("Oxin";  grünlich-gelber Niederschlag in schwach alkalischer Lösung.

Physiologie: für höhere Pflanzen und Tiere lebensnotwendig; zentrale Rolle des Chlorophylls bei der CO2-Assimilation der grünen Pflanzen; Magnesiumdüngung von Kulturböden; für den Menschen sind täglich 0,2 bis 0,5 g notwendig (für Knochenbildungsprozesse, den Muskelstoffwechsel und die Aktivierung von Fermenten).

 

Anmerkung:

* Sial-Schicht: 10 bis 25 km tief reichender, hauptsächlich chemisch gebundenes Si und Al enthaltender Teil der Erdkruste;
Sima-Schicht: sich an das Sial nach innen anschließende, bis 50 km tief reichende, hauptsächlich aus chemisch gebundenem Si und Mg bestehende Schicht.

 

   


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