| Lautenschläger u.a.: DeskTop · Chemie | © 2001 Verlag Harri Deutsch |
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12.2 | Beryllium und Berylliumverbindungen | |
Symbol: Be [nach dem Edelstein Beryll];
Wertigkeit: +2.
Entdeckung: 1798 entdeckte LOUIS NICOLAS VAUQUELIN (Paris) das Oxid; das Metall wurde erstmals 1828 durch FRIEDRICH WÖHLER dargestellt.
Vorkommen: sehr selten; nur gebunden.
Wichtigstes Mineral:
Beryll =
Be3Al2[Si6O18], farblos.
Smaragd ist ein durch 0,3 % Cr2O3
grün,
Aquamarin ein durch Eisenverbindungen
hellblaugrün gefärbter Beryll.
Herstellung: z.B. durch Schmelzelektrolyse von Berylliumhalogeniden oder durch Erhitzen von Berylliumfluorid, BeF2, mit Calcium im Vakuum.
Eigenschaften (siehe auch Tabelle 12-1): silberweißes, hartes, in nicht extrem reinem Zustand sprödes Metall; löslich in verdünnten Säuren und konzentrierten Alkalien; Salpetersäure löst Beryllium beim Erwärmen.
Verwendung: als Reflektormaterial für Neutronen in Atomreaktoren; als Legierungsmetall, z.B. mit Kupfer legiert für funkenfreie Werkzeuge (Berylliumbronze); für Röntgenfenster (Beryllium läßt Röntgenstrahlen besser durch als Aluminium).
Berylliumverbindungen: meist farblos, giftig, z.T. von süßem Geschmack.
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