| Lautenschläger u.a.: DeskTop · Chemie | © 2001 Verlag Harri Deutsch |
|
|
|
|
11.5 | Rubidium, Caesium und ihre Verbindungen | |
Symbole: Rb [rubidus (lat.) dunkelrot]; Cs [caesius (lat.) himmelblau]; benannt nach Spektrallinien;
Wertigkeit: +1.
Entdeckung: 1860/61 durch ROBERT BUNSEN und GUSTAV ROBERT KIRCHHOFF mittels Spektralanalyse im Dürkheimer Mineralwasser.
Vorkommen: Begleiter des Kaliums in Mineralquellen, Salzlagern und Gesteinen, jedoch nur in geringer Menge. Carnallit enthält 0,015 bis 0,040% Rubidium; der Caesiumgehalt ist noch geringer. Ein Caesiummineral ist der sehr seltene Pollucit, 2Cs[AlSi2O6] · H2O.
Herstellung: aus den Chloriden oder Dichromaten durch Erhitzen mit Calcium oder Zirconium im Vakuum (die Metalle destillieren ab) sowie durch Schmelzelektrolyse.
Eigenschaften: reaktionsfähigste Metalle! An der Luft entsteht sofort eine graue Oxidhaut; selbst bei großen Stücken tritt nach wenigen Sekunden Selbstentzündung ein. Mit Wasser erfolgt explosionsartige Reaktion unter Aufglühen. Caesium hat von allen beständigen Elementen das größte Atomvolumen. Rubidium und Caesium strahlen bei Lichteinwirkung Elektronen aus ("fotoelektrischer Effekt").
Verwendung: Rubidium für wissenschaftliche Zwecke; Caesium für Fotozellen (z.B. in den Kombinationen Ag/Ag2O/Cs oder Cs2O/Sb-Cs-Legierung) und spezielle Infrarotstrahler. Das Nuklid Caesium 137 dient ähnlich dem Cobalt 60 als medizinische Strahlenquelle.
Verbindungen: starke Ähnlichkeit mit Kaliumverbindungen; geringe Anwendung.
|
|
|
| Lautenschläger u.a.: DeskTop · Chemie | © 2001 Verlag Harri Deutsch |