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11.4     Kalium und Kaliumverbindungen

11.4.1

Allgemeines

 
 

Symbol: K [al kalja (arab.) Pflanzenasche];

Wertigkeit: +1.

Vorkommen: siebenthäufigstes Element der Erdkruste; gebunden in Mineralen, im Meerwasser und in Organismen.

1 l Meerwasser enthält 0,38 g K+-Ionen; dieser im Vergleich zu Na+ wesentlich geringere Gehalt (etwa 1/40) beruht darauf, daß die K+-Ionen, die durch Gesteinsverwitterung entstehen, vom Erdboden stärker adsorbiert werden als Na+-Ionen.

Minerale:

Sylvin KCl
Carnallit KCl · MgCl2 · 6 H2O
Kainit KCl · MgSO4 · 3 H2O
Schönit K2SO4 · MgSO4 · 6 H2O
Polyhalit K2SO4 · MgSO4 · 2 CaSO4 · 2 H20
Orthoklas (Kalifeldspat)   K[AlSi3O8]

Radioaktivität: Das im Kalium zu 0,01 % vorhandene Isotop 40K ist schwach radioaktiv; es geht unter -Strahlung in 40Ca über, ist (neben 238U und 232Th) für die Erdwärme von Bedeutung und eignet sich gut zur Altersbestimmung von Mineralen.

Nachweis: blauviolette Flammenfärbung (auch in der gelben Natriumflamme durch Cobaltglas sichtbar).
Fällungsreagenzien: Natriumtetraphenylboranat  ("Kalignost"), Na[B(C6H5)4] ( weiße Fällung des Kaliumsalzes); Perchlorsäure ( weißes Kaliumperchlorat).

Physiologie: Kalium ist für Pflanzen und Tiere lebensnotwendig (Kalidünger!). K+-Ionen befinden sich im Gegensatz zu den Na+-Ionen innerhalb der Zellen; der menschliche Körper enthält etwa 175 g; täglich sind etwa 4 g zu ergänzen.

Metallisches Kalium

Kaliumverbindungen

 

   


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