Lautenschläger u.a.:  DeskTop · Chemie © 2001 Verlag Harri Deutsch 

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11.2

Lithium und Lithiumverbindungen

 

Symbol: Li [lithos (grch.) Stein].

Wertigkeit: +1.

Vorkommen: in Gesteinen (nicht in Salzlagern) verbreitet, doch nur in geringen Mengen; in einigen Mineralwässern (Lithiumwässer, z.B. in Bad Dürkheim); in Pflanzenasche (Tabakasche bis 0,5 %).

Entdeckung: 1817 durch JOHAN AUGUST ARVEDSON (Schweden).
Erstherstellung: 1855 durch ROBERT BUNSEN und AUGUSTUS MATTHIESSEN

Minerale:

Amblygonit LiAl(PO4)F
Spodumen Li[AlSi2O6]
Lepidolith (Lithionglimmer) K-, OH-, F-haltiges Li-Al-Silicat
Zinnwaldit KLiFeAl(F,OH)2[AlSi3O10]

Herstellung: Aufschluß der Minerale mit Schwefelsäure; aus der entstandenen Li2SO4-Lösung wird mit Natriumcarbonat Li2CO3 gefällt; hieraus werden mit Säuren andere Salze hergestellt. Li-Metall gewinnt man durch Elektrolyse einer LiCl/KCl-Schmelze; auch aus einer LiCl-Lösung in Pyridin läßt sich Lithium elektrolytisch abscheiden.

Eigenschaften (siehe auch Tabelle11-1): leichtestes Metall; unter Petrolether aufzubewahren (schwimmt auf Benzin!), da es an der Luft oxidiert wird; verbrennt bei 179 °C mit karminroter Flamme zu weißem Lithiumoxid:  

4 Li + O2 2 Li2O;
verbindet sich als einziges Element bereits bei Raumtemperatur allmählich mit Stickstoff zu Lithiumnitrid:
6 Li + N2 2 Li3N;
reagiert mit Wasser ohne Entzündung des entwickelten Wasserstoffs:

2 Li + 2 H2O 2 LiOH + H2.

Verwendung: als Legierungszusatz für Achslagermetalle; zur Herstellung metallorganischer Katalysatoren. Galvanische "Lithiumzellen" (3 V Spannung) enthalten z.B. als Elektroden Li (Anode) und MnO2 (Katode) mit Lithiumperchlorat, LiClO4, als Elektrolyt in speziellen wasserfreien Lösungsmitteln, z.B. Dimethoxyethan, CH3-O-CH2-CH2-O-CH3.

Lithium in der Kernchemie

Lithiumverbindungen

 

   


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