| Lautenschläger u.a.: DeskTop · Chemie | © 2001 Verlag Harri Deutsch |
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11.1 | Allgemeines | |
Elemente: Lithium (Li), Natrium (Na), Kalium (K), Rubidium (Rb), Caesium (Cs) und Francium (Fr).
Eigenschaften der Alkalimetalle (außer Francium; siehe unten): sehr leicht, sehr weich (mit Ausnahme des Lithiums mit dem Messer schneidbar); von allen Metallen am reaktionsfähigsten. Ihr sehr starker Silberglanz verschwindet an der Luft sofort; Rb und Cs entzünden sich an der Luft von selbst. Wasser wird in stark exothermer Reaktion sofort zersetzt, z.B.
2 K + 2 H2Oder frei werdende Wasserstoff entzündet sich bei Na oft, bei K, Rb und Cs stets. Aufbewahrung unter luftabschirmenden, halogenfreien Schutzflüssigkeiten (Petroleum, Paraffinöl); mit Halogenkohlenwasserstoffen (Tetrachlormethan u.a.) können bereits beim Fall aus 1 m Höhe heftigste Reaktionen erfolgen, z.B. gemäß2 KOH + H2 ;
CCl4 + 4 Na4 NaCl + C .
Alle Alkalimetalle (auch Erdalkalimetalle) lösen sich in flüssigem Ammoniak, wobei die Lösungen mit zunehmender Konzentration erst hellblau, dann tiefblau, schwarz, goldbraun-bronzefarben und schließlich kupfern-metallglänzend aussehen; die konzentrierten Lösungen leiten den elektrischen Strom etwa so gut wie Eisen.
Alkalimetall-Ionen: Diese, z.B. Na+ oder K+, sind farblos, demzufolge auch die Alkaliverbindungen, sofern kein farbiges Anion (wie MnO4-, CrO42-, Cr2O72-) vorhanden ist. Sie können durch Elektrolyse wäßriger Lösungen nur an Hg-Katoden entladen werden; anderenfalls sind nichtwäßrige Lösungsmittel oder Schmelzflußelektrolyse anzuwenden.
Die Alkalihydroxide sind starke Basen und sehr leicht in Wasser löslich. Die Basenstärke nimmt von LiOH bis CsOH zu.
Nachweis: Flammenfärbungen, Spektralanalyse.
Francium, 1939 von der französischen Forscherin MARGUERITE PEREY entdeckt, ist radioaktiv; Halbwertszeit Fr 223: 22 min. F 20 °C, Kp 660 °C, Dichte 2,2 g · cm-3 . Es kommt nur spurenweise vor und wird im folgenden nicht berücksichtigt.
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